Digitalisierung im Automarkt: Nachholbedarf bei den Basics (Pressemitteilung)

03 Apr Digitalisierung im Automarkt: Nachholbedarf bei den Basics (Pressemitteilung)

Bei der Übergabe der Kundenwünsche aus dem Konfigurator an den stationären Handel sind reibungslose Prozesse die Ausnahme

Die Zukunftsvisionen der Automobilbranche sind von komplexen digitalen Themen wie autonomen Fahren oder künstlicher Intelligenz geprägt. Doch eine Studie zeigt: schon bei der digitalen Alltagsanwendung Fahrzeugkonfigurator gibt es Nachholbedarf.

Die Unternehmensberatung benchex GmbH ist gemeinsam mit der Prof. Roll & Pastuch – Managements Consultants zwei Fragen nachgegangen: Wie gut werden Konsumenten bei der Auswahl der optimalen Ausstattungsvariante durch die online Fahrzeugkonfiguratoren unterstützt. Die nächste Frage war, ob im Anschluss die Übergabe der individuellen Konfiguration an die Autohäuser fehlerlos funktioniert.

Die vier Erfolgsfaktoren Visualisierung und Emotionalisierung, Technische Funktionalität, Services und Usability und Nahtlose Übergabe an den Händler wurden mit 31 Einzelkriterien erhoben und zu einem gewichteten Index verdichtet.

Untersucht wurden 23 Top Automarken, sowohl aus dem Premiumsegment (z.B. Porsche, Tesla, BMW, Audi) als auch Volumenhersteller wie z.B. Dacia, Fiat, Kia. Der Untersuchungszeitraum war Januar – Februar 2018 .

Top Line Ergebnisse:

Die Fahrzeugkonfiguratoren der 23 untersuchten Marken haben insgesamt noch Verbesserungsbedarf bzgl. ihrer Rolle in der Kaufvorbereitung (Visualisierung und Emotionalisierung): nur 2 Marken bieten einen Vorher/ Nachher-Vergleich der gewählten Variante an und nur 2 Marken setzen auf Virtual Reality.

Services und Usability:

Nur 4 Marken bieten den Nutzern aktive Hilfestellung bei der Auswahl durch Curated Selection an („beliebte Sonderausstattung“) – generell bieten Automarken noch nicht den Standard der Online Shops (wie Zalando, Amazon, etc.) an und hinken den geänderten Gewohnheiten der Konsumenten hinterher.

Nur 4 Marken bieten eine Chat-Funktion während des Konfigurierens an – bei 19 Marken bleiben offene Fragen unbeantwortet.

 

Die Technische Funktionalität ist insgesamt hoch – jedoch bieten zwei Marken keinen für mobile Endgeräte geeigneten Konfigurator an (Anmerkung: rund 60% der Onlinenutzung der 23 Marken findet auf mobilen Endgeräten statt).

 

Nahtlose Übergabe an den Händler:

Nur in 10 von 23 Fällen kann, nachdem das Fahrzeug konfiguriert ist, ein individuelles Angebot für das spezifische Wunschfahrzeug angefordert werden. Es sind keine nahtlosen Prozesse zwischen Konfigurator, Händler und Konsument vorgesehen – Konsumenten müssen Angaben aus der Konfiguration in neuen Formularen wiederholen.

Nur zwei Marken bieten die Abkürzung zu direkt verfügbaren Neuwagen an.

13 aus dem Konfigurator gestellte Händleranfragen werden innerhalb von 2 Tagen beantwortet.

10 von 23 Anfragen dauern länger, davon werden 3 gar nicht oder deutlich zu spät (nach 2 Monaten) beantwortet.

Ob eine Marke über eigene Niederlassungen verfügt spielt für die Abläufe zwischen Marke und Handel keine Rolle.

 

Ranking der 23 Marken

Die Gesamtbewertung führen die Marken Audi, Volkswagen und Mercedes an. Marken mit dem schwächsten Ergebnis waren Seat, Tesla und Kia.

 

Die Pressemitteilung ist hier verfügbar.

 

Außerdem ist ein Beitrag (1806 Wörter, 11,510 Zeichen) sowie Hi Res Abbildungen inkl. Ranking aller 23 Marken als Press Kit erhältlich – sprechen Sie uns gerne an.



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